SV Hülben Turnen

Unter Deutschlands Besten
 

Zwei Turnerinnen des SV Hülben vertreten den Schwäbischen Turnerbund beim Deutschland-Cup in Dillingen im Saarland. Mit Erfolg: Carina Kraiser erreicht Platz 2, Charlotte Hartmann Platz 12 im deutschlandweiten Vergleich.
 

Geräteturnen. Schon die Qualifikation für diesen Wettkampf ist eine besondere Auszeichnung, die für außergewöhnliche Leistungen steht. Zwei Turnerinnen des SV Hülben hatten es in ihrer jeweiligen Altersgruppe geschafft: Charlotte Hartmann und Carina Kraiser. Am Freitag (24. Mai) machten sich die beiden mit einer kleinen Reisegruppe auf ins Saarland. Mit dabei: Trainerin Daniela Braun und Kampfrichterin Sarah Baun. Nach einer Nacht im Hotel waren die Mädchen am Samstag um 8 Uhr in der Wettkampfhalle in Dillingen. Dort erwartete sie eine beeindruckende Atmosphäre. Schon allein die Dekoration in den Farben Schwarz-Rot-Gold kündigte ein besonderes Ereignis und Wettkämpfe auf höchstem Niveau an. Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, um an diesem Tag um die begehrten bundesdeutschen Medaillen zu kämpfen.
 

Zwei gestandene Tsukaharas, ein gelungener Flick-Flack

Charlotte startete in der Altersklasse der 12 bis 13- jährigen und begann ihren Wettkampf am Sprung. Mit zwei gestandenen Tsukaharas war der Start regelrecht fulminant. Erleichtert und nun mit dem notwendigen Selbstbewusstsein ging es weiter zum Stufenbarren. Die neu erlernte Riesenfelge wollte Charlotte dieses Mal fehlerfrei zeigen. Gesagt, getan. Mit einer starken Übung bestätigte Charlotte, dass sich das fleißige Trainieren gelohnt hatte. Am Zittergerät, dem Schwebebalken, galt es schlichtweg, die Nerven zu behalten: Charlotte turnte erstmals ihren Salto in den Stand – und auch der Flick-Flack ging leicht von der Hand. Der überschwänglichen Freude über den Erfolg folgte eine Nachlässigkeit bei der Sprungserie. Diese wurde leider nicht anerkannt. Sturzfrei und mit guten Punktekonto trat Charlotte ans letzte Gerät, den Boden. Eine ausdrucksstarke Übung, saubere Akrobatik-Bahnen und das nötige Lächeln rundeten den starken Wettkampf von Charlotte ab. Im Resultat erreichte sie Platz 12 von 31 Turnerinnen. Das zeigt deutlich, dass Charlotte zu Recht zu Deutschlands Besten zählt.
 

Eleganz, Anmut, enorme Sprungkraft

Am Mittag waren die Turnerinnen der 18 bis 29-jährigen an der Reihe. Hier hatte sich Carina Kraiser qualifiziert und sich einiges vorgenommen. Wettkampf-Beginn war am Stufenbarren, einem der Paradegeräte von Carina. Schwingen in den Handstand, freie Felge in den Handstand, Riesenfelge, Drehabgang. Carina eröffnete den Wettkampf und setzte die Messlatte gleich zu Beginn hoch. Die Konkurrenz nickte anerkennend. Weiter ging es zum Schwebebalken. Nach einer sturzfreien Übung mit Bestnoten war klar, dass hier und heute einiges drin ist. Eleganz, Anmut, enorme Sprungkraft und Leichtigkeit verzauberten die Kampfrichter regelrecht. Geschraubt und gesprungen wurde beim dritten Gerät, dem Boden. Auf der viereckigen Fläche kam Carina – trotz kleiner Leichtsinnsfehler – ebenfalls gut durch. Nicht gerade ihr Lieblingsgerät, der Sprung, sollte in besonderer Erinnerung bleiben: Mit einem gebückten Tsukahara wollte sich Carina gebührend verabschieden. Leider hatte sie beim ersten Sprung etwas zu viel Schwung und landete außerhalb des erlaubten Bereichs, verletzte sich leicht und musste somit etwas verunsichert den zweiten Sprung antreten – nur einer geht in die Wertung. Der Druck war jetzt enorm, denn Turnerin und Trainerin war klar, dass dieser zweite Sprung in den Stand geturnt werden sollte – eine Platzierung auf den vorderen Rängen wäre ihr dann sicher.

Mit all ihrer Erfahrung und ihrem Können setzte Carina den zweiten Sprung, den gebückten Tsukahara, in den Stand. Erleichtert fiel man sich in die Arme und wartete auf die Siegerehrung. Platz 2 und somit die Silbermedaille für Carina Kraiser vom SV Hülben, Deutschlands-Zweitbeste Turnerin in dieser Altersklasse und dieser Wettkampfform.

SV Hülben Turnen

Acht Tickets fürs Landesfinale

Hülbens Turnerinnen treten mit fünf Jahrgängen beim Bezirksfinal der P-Stufen an. Insgesamt acht Mädchen sichern sich den Einzug ins Landesfinale

Geräteturnen. Am Samstag, den 11. Mai, hat das Bezirksfinale der P-Stufen im Geräteturnen in Weissach im Tal stattgefunden. Beachtliche 19 Turnerinnen des SV Hülben in verschiedenen Altersklassen hatten sich für den Einzelwettkampf qualifiziert. Bei P-Stufen-Wettkämpfen turnen die Mädchen Pflicht-Übungen (P-Übungen), die bundesweit einheitlich sind. Am Ende des Tages konnten sich acht Mädchen aus Hülben für das Landesfinale im Juni qualifizieren. Als Kampfrichterinnen waren für den SVH Sophie Weger, Carla Meinschien und Jule Kuder im Einsatz.

Jahrgang 2016

Am Vormittag gingen mit Carolina Altmann, Dorothea Dost und Beatrice Utz zunächst die Mädels des Jahrgangs 2016 an den Start. Gekonnt präsentierten sie am Sprung ihre Handstütz Überschläge auf den Mattenberg. Carolina konnte sich hier 13,05 Punkte erturnen. Am Reck wurde Dorothe Dost für ihre Übung und den besonders hohen Abgang den sie zeigte, mit 13,70 Punkten belohnt. Besonders viel Konzentration war wie immer am Schwebebalken gefordert. Aber auch hier zeigten die Turnerinnen saubere Übungen. Beatrice Utz ergatterte hier 12,05 Punkte für ihre sichere Übung. Zum Schluss folgte noch das Paradegerät der Drei. Am Boden gingen sie alle selbstbewusst an den Start und präsentierten hervorragende Übungen. In Summe erturnte sich Carolina Altmann 51,90 Punkte und sicherte sich somit den 6. Platz. Mit einem kleinen Vorsprung und 52,15 erturnten Punkten belegte Dorothea Dost den 5. Rang. Beide qualifizierten sich somit für das Landesfinale. Beatrice erreichte insgesamt 50,95 Punkte und belegte Rang 12.

Jahrgang 2017

Im zweiten Durchgang traten dann die Mädchen des Jahrgangs 2017 gegeneinander an. Mit Thea Bächle, Ina Götsch, Helen Notter und Nora Gebhardt hatten sich vier der jüngsten Turnerinnen des SVH qualifiziert. Am Reck gelang den Mädchen ein solider Start, der ihnen hohe Punktzahlen einbrachte. Helen Notter und Nora Gebhardt wuchsen hier über sich hinaus und erzielten jeweils 12,00 Punkte. Mit dem „Zitterbalken“ kam ein wichtiger Prüfstein auf die Mädels zu. Trotz vereinzelter Fehler und Wackler bewiesen alle vier Mädels Standfestigkeit. Der Boden wurde für Ina Götsch zum Highlight des Tages – hier zeigte sie eine Glanzleistung, die ihr mit 13,4 Punkten die Tageshöchstnote an diesem Gerät einbrachte.  Auch ihre Teamkolleginnen präsentierten schöne Übungen. Am letzten Gerät dieses Durchgangs, dem Sprung, beeindruckte Thea Bächle die Kampfrichter und erzielte mit 14,00 Punkten sogar die volle Punktzahl. Thea Bächle sicherte sich den ersten Platz, gefolgt von Ina Götsch auf dem dritten Rang.  Beide haben sich damit für das bevorstehende Landesfinale im Juni qualifiziert. Helen Notter und Nora Gebhardt belegten die Plätze sieben und acht.

Jahrgang 2014

Im Jahrgang 2014 traten für den SV Hülben Zuri Engel, Marlene Kirchner, Sofia Luft, Clara Schneider und Joleen Seidel an. Am Sprung zeigten alle Mädels einen soliden Handstandüberschlag über den Sprungtisch oder auf den Mattenberg. Sofia Luft zeigte einen schönen Überschlag am Mattenberg und sicherte sich damit 14,15 Punkte. An ihrem Lieblingsgerät, dem Reck, konnten besonders Joleen Seidel und Marlene Kirchner mit ihren nahezu fehlerfreien Übungen überzeugen. Beide sicherten sich mit 15,15 Punkten die Tageshöchstwertung dieses Geräts. Auch die anderen Mädels zeigten am Reck schöne Übungen und konnten hohe Wertungen entgegennehmen (14,85, 14,8 und 14,75). Am Schwebebalken mussten auch die großen Mädels einige Wackler in Kauf nehmen. Zuri Engel kam jedoch sicher durch ihre Übung und wurde mit der dritthöchsten Wertung (14,4) am Balken belohnt. Am Boden riefen alle Mädels nochmals solide Leistungen ab. Clara Schneider wurde hier mit 14,7 Punkten für ihre schöne Übung belohnt. Bei der Siegerehrung durften sich gleich drei Mädels über eine Qualifikation für das Landesfinale freuen: Marlene Kirchner (Platz 2), Joleen Seidel (Platz 5) und Zuri Engel (Platz 6). Sofia Luft (Platz 7) und Clara Schneider verpassten den Einzug ins Finale knapp.

Jahrgang 2015
Im anschließenden Durchgang waren dann die Mädels des Jahrgangs 1015 an der Reihe. Hier hatten sich vom SVH Lia Burkhardt, Luisa Kohnle, Chiara Manna und Amelie Sparwasser qualifiziert. In diesem Durchgang war das Glück leider nicht auf der Seite der Hülbenerinnen. Der Wettkampf startete für die Mädels am Boden. Hier zeigten alle Mädels recht ordentliche Übungen. Luisa Kohnle erturnte sich mit ihrer Übung 13,9 Punkte. Am Sprung lief es leider nicht ganz wie gehofft. Lia Burkhardt und Chiara Mana gaben trotzdem ihr Bestes und erzielten 13, 6 und 13,56 Punkte. Am Reck präsentierte vor allem Amelie Sparwasser eine starke Übung und konnte damit eine der Tageshöchstwertungen an diesem Gerät für sich gewinnen. Am Schwebebalken zeigten die Mädels einige Unsicherheiten und Chiara Manna musste leider auch einen Sturz, gleich zu Beginn ihrer Übung, in Kauf nehmen.  Am Ende verpasste Amelie Sparwasser die Qualifikation zum Landesfinale ganz knapp. Lia Burkhardt erreichte Platz 16, gefolgt von Luisa Kohnle auf Platz 17 und Chiara Manna auf Platz 20.

Jahrgang 2013

Zu Abschluss gingen im Wettkampf des Jahrgangs 2013 Mira Rommel, Tiara Sadiku und Leonie Ziegler für den SVH an den Start. Auch Leni Mock hatte sich für das Bezirksfinale qualifiziert, konnte verletzungsbedingt aber nicht teilnehmen. Am Sprung erreichte Leonie Ziegler die zweithöchste Wertung dieses Durchgangs. Auch am Reck lief es für die Mädels des SVH gut: Mit 14,85, 14,5 und 14, 1 erhielten alle gute Wertungen. Am Balken konnte dann vor allem Mira Rommel mit ihrer ordentlich gezeigten Übung überzeugen und erzielte 14,2 Punkte. Am Boden präsentierten die Mädels ihre Übungen dann mit schönem Ausdruck. Tiara Sadiku durfte sich für ihre schöne Übung über eine hohe Wertung von 14,95 Punkten freuen. Am Ende konnte Leonie Ziegler mit Platz 3 einen weiteren Qualifikationsplatz für das Landesfinale erzielen und durfte eine Medaille mit nach Hause nehmen. Tiara Sadiku verpasste den Einzug ins Landesfinale leider auch knapp mit Platz 7 und Mira Rommel erreichte Platz 12.

Ein junges Team mit viel Potenzial

Die Turnerinnen im SV Hülben erreichen mit ihrer zweiten Mannschaft Platz 7 beim Saisonauftakt der Landesliga in Ailingen am Bodensee. Als jüngstes Team der Liga sichert sich die Mannschaft zwei Tabellenpunkte.

 

Am Samstag, den 27. April, hat für die zweite Mannschaft des SV Hülben der Saisonauftakt der Landesliga in Ailingen am Bodensee stattgefunden. An den Start gingen Lea Ebler, Luisa Munz, Patricia Stahlke, Fiona Dümmel, Emily Sprenger sowie Charlotte und Luise Hartmann. Verletzungsbedingt musste das Team auf die erfahrene Turnerin Sophie Weeger verzichten und auch Antonia Schwarz konnte studienbedingt nicht mitmachen. Daher lag der Altersdurchschnitt der Hülbener Mannschaft bei 12 Jahren, dem Mindestalter für eine Teilnahme bei den Aktiven. Das Hülbener Team war also mit Abstand die jüngste Mannschaft der Liga. Davon ließen sich die Mädels allerdings nicht einschüchtern und erturnten sich gemeinsam einen guten 7. Platz und sicherten sich 2 Tabellenpunkte. 

Zum ersten Mal mit Musik

Die Turnerinnen starteten an ihrem Paradegerät, dem Boden. Eine nach der anderen zeigten sie ihre Kür-Übungen mit verschiedenen Salti, Sprüngen und Schraubelementen. Für viele der Mädels war es das erste Mal, dass sie ihre rund 90 sekündigen Übungen mit Musik präsentierten. Von den Kampfrichtern wurden sie mit insgesamt 44,45 Punkten belohnt. Emily Sprenger zeigte ihre neue Kür mit Ausdruck, hohen Akrobatikteilen und sauberen Landungen und sicherte so 11,60 Punkte. Im Anschluss wechselten die Athletinnen des SVH an den Sprung. Ebenso wie der Boden ist auch der Sprung seit jeher ein sehr sicheres Gerät für die Mädels von der Albhochfläche, und so präsentierten sie den Kampfrichtern 4 solide Handstütz-Überschläge über den 1,25m hohen Sprungtisch. Für ihre besonders schönen Sprünge erturnten sich Patricia Stahlke und Luise Hartmann jeweils 10,35 Punkte. Charlotte Hartmann zeigte einen Tsukahara – eine Radwende auf den Sprungtisch mit anschließendem Rückwärstssalto in der zweiten Flugphase- und wurde für dieses schwere Element mit 11,25 Punkten belohnt.

Jubel nach gelungener Barrenübung

Am Barren ist es besonders schwer, hohe Wertungen zu erzielen, da viele verschiedene Kraftfähigkeiten und eine gute Technik gefordert sind, um die Anforderungen zu erfüllen. Für ihre starke Übung sicherte Fiona Dümmel hier 8,45 Punkte. Sie zeigte schöne Kippen, Umschwünge und einen Salto-Abgang in den sicheren Stand. Auch Luisa Munz glänzte mit ihrer Leistung und wurde dafür vom Kampfgericht mit 8,60 Punkten belohnt. Sowohl Charlotte Hartmann als auch Emily Sprenger zeigten erstmals ihre Übungen mit einem neu erlernten Schwerteil, einer Riesenfelge am oberen Holm. Beiden gelang es, die Übung durchzuturnen. Die ganze Mannschaft jubelte, als beide ihre Übungen erfolgreich beendeten. Dafür vergaben die Kampfrichter weitere 8,80 Punkte für Emily Sprengers und 9,20 Punkte für Charlotte Hartmanns Übung.

Als letztes Gerät wartete noch der 10 Zentimeter breite Schwebebalken auf die jungen Turnerinnen. Leider mussten mehrere Mädchen das „Zittergerät“ verlassen und verloren dadurch wichtige Punkte. Lea Ebler, die als vierte an den Start ging, ließ sich davon jedoch nicht beirren. Elegant und sicher bestritt sie ihre Übung und erturnte sich 8,70 Punkte.

Insgesamt sammelten die Mädels des SVH 157,55 Punkte und lagen damit nur 3,65 Punkte hinter dem Team der TSG Ailingen auf dem sechsten Platz.

Charlotte Hartmann und Emily Sprenger starteten an allen vier Geräten und konnten sich so einen Platz in der Rangliste der besten Vierkämpferinnen sichern. Mit 40,70 Punkten erreichte Charlotte hier den 8. Platz, dicht gefolgt von Emily, die sich mit 39,95 Punkten den 10. Rang sicherte.

SVH Turnen

Starker Auftritt in der Bundesliga

Mit einem beachtenswerten vierten Platz starten die Turnerinnen des SV Hülben in der 3. Bundesliga in die Saison. Carina Kraiser aus Hülben erreichte sogar Platz 1 in der Einzelwertung.

Geräteturnen. Am vergangenen Samstag startete für die aktiven Turnerinnen des SV Hülben die Saison in der 3. Bundesliga der deutschen Turnliga (DTL). Der erste Wettkampftag von insgesamt 4 Wettkämpfen fand in Buttenwiesen statt. Es kämpften acht Mannschaften. Nachdem das Team von der Albhochfläche sich letztes Jahr von Wettkampf zu Wettkampf gesteigert hatte, konnte sich die Truppe dieses Mal gleich zu Beginn – bei starker Konkurrenz – weiter vorne in der Tabelle einreihen. Mit einem hervorragenden Rang 4 reiste die Mannschaft am Ende nach Hause. „Das war ein toller Start. Die Mädels haben hart darauf trainiert, zusammengehalten bis zum Schluss und es sich absolut verdient. Wir sind in der Bundesliga angekommen”, freut sich Sabrina Maier und ergänzt: „Nicht nur die Mannschaftswertung macht mich stolz, sondern auch, dass der erste Platz in der Einzelwertung nach Hülben geht“. Denn Carina Kraiser erreichte an allen Geräten Höchstnoten, sodass sie am Ende das Trikot der Top Scorerin entgegennehmen durfte.

Starke Truppe
Für den SV Hülben turnten an diesem Tag die Burdukov-Schwestern Valerie und Melanie, Carina Kraiser, Mara Gaßner, Marga Hinderer und die 13-Jährigen Küken Pia Kächele und Finia Holder. Begleitet nach Buttenwiesen wurden sie von Trainerin Sabrina Maier und Daniela Braun. Auch Jugendabteilungsleiterin und aktive Turnerin Vivienne Fandrich stand den Mädels mit Rat und Tat zur Seite. Auf die Stufenbarrenspezialistin Sarah Baun musste das Team wegen einer Verletzung verzichten, Antonia Schwarz konnte studienbedingt nicht dabei sein. Als A-Kampfrichterinnen waren Jeanette Synovzik aus Munderkingen und Rebecca Pfeilsticker aus Ellhofen für den SVH im Einsatz.

Für Hülben begann der Wettkampf am Schwebebalken. Sichtlich nervös traten die Mädels an das „Zittergerät“. Lediglich Carina Kraiser konnte ihre Schwerteile fehlerfrei zeigen, sie erhielt 11,20 Punkte und wurde drittbeste am Balken. Zwar musste Youngster Pia Kächele nicht stürzen, jedoch schlich sich bei ihrem freien Spagataufgang einen Fehler ein, sodass sie hier einen halben Punkt verlor. Dennoch zog sie ihre schwere Verbindung aus einem Salto rückwärts mit anschließendem Flick-Flack gekonnt durch, sodass sie noch starke 10,2 Punkte bekam. Melanie Burdukov, Finia Holder und Valerie Burdukov mussten leider bei ihrem ansonsten so sicheren Salto rückwärts das Gerät verlassen und verloren dadurch einen Punkt. Da sie bei ihren anderen Elementen sicher über den 10 Zentimeter breiten Balken schwebten, bekamen sie noch Punkte im 9er- Bereich. Melanie erturnte sich sogar noch wichtige 9,7 Punkte. Das beste Team an diesem Gerät war der TSV Unterföhring mit 41,75 Punkten. Immerhin: Mit 40,4 Punkten erreichte das SVH-Team Rang 5.

Stimmung in der Halle
Weiter ging es auf die Bodenfläche. Hier konnte man einige Punkte wieder gut machen. Mit beeindruckenden Übungen zur Musik und mit schwierigen Akrobatik-Elementen brachten die Mädchen Stimmung in die Halle und überzeugten die Kampfrichter. Finia Holder (10,25 Punkte) und Melanie Burdukov (10,5 Punkte) konnten mit ihren 1 1/2 Schraubensalti und sauberen Sprüngen punkten. Bei Mara Gaßner musste die Trainerin die Schwierigkeit ihrer Übung etwas reduzieren, da Mara kurz vor Saisonbeginn einen längeren Auslandsaufenthalt hatte und dadurch noch nicht richtig in Form war. Dennoch konnte sie ihre Übung ordentlich durchziehen und dem Team mit ihren erreichten 9,8 Punkten helfen. Die Höchstschwierigkeit – einen doppelten Salto – konnten gleich zwei Turnerinnen des SVH, Valerie Burdukov und Carina Kraiser, aufs Parkett legen. Nachdem es beim Einturnen super funktioniert hatte, war man guter Dinge, dass diese Anforderung auch beim Wettkampf klappen würde. Leider überdrehte Valerie ihren Doppelsalto und wurde mit mehr als einem Punkt Abzug gestraft. Bei Carina Kraiser war der Jubel groß. Sie konnte zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen ihren Doppelsalto zeigen und erhielt dafür die Tageshöchstnote von 11,5 Punkten. Platz 4 hieß am Ende für die Hülbener an diesem Gerät.

Verletzung beim Einturnen
Während der kurzen Einturnzeit am Sprung verletzte sich Pia Kächele am Sprunggelenk. Es war nicht klar, ob sie ihren Sprung durchziehen kann oder nicht. Jedoch siegten Ehrgeiz und Teamgeist, sie trat trotz Verletzung an. Mit ihrem Team im Rücken konnte sie ihren Tsukhara-Sprung (Radwende auf den Sprungtisch mit anschließendem Rückwärtssalto) in gebückter Form zeigen, landete aber mit zu viel Vorsicht auf ihrem Fuß und kippte nach hinten. Man wusste, dass noch vier gute Sprünge wichtig wären, um im Rennen zu bleiben. Mit klarem Kopf traten die nachfolgenden Turnerinnen an. Valerie Burdukov, Carina Kraiser, Finia Holder und Marga Hinderer konnten ihren „Tsuki“ gebückt perfekt in hoher Ausführung in den Stand setzen. Valerie Burdukov und Carina Kraiser glänzten mit jeweils 12 Punkten, Marga Hinderer und Finia Holder mit hohen 11er Noten. Insgesamt holte der SVH an diesem Gerät das zweitbester Mannschaftsergebnis. „Das waren wichtige Punkte für die Siegerehrung”, resümiert Daniela Braun.

Entscheidung am Barren
Welchen Schwierigkeitsgrad das Team für die Übungen am letzten Gerät, dem Stufenbarren, wählen sollte, war im Vorfeld des Wettkampfs Anlass für viele Überlegungen. Denn leichtere Übungen bringen zwar weniger, aber dafür sichere Punkte, während schwerere Übungen viel Potenzial für hohe Wertungen bieten, jedoch auch für Fehler. Am Ende war das Team mutig und zeigte zahlreiche neue, schwierige und hart trainierte Elemente: Freie Felgen, Riesenfelgen, Rückschwünge in den Handstand und Flugelemente. Finia Holder eröffnete mit einer fehlerfreien Übung und konnte wichtige 8,3 Punkte zum Teamergebnis beisteuern. Melanie Burdukov musste bei ihrer freien Felge überkippen und dadurch einen Sturz in Kauf nehmen. Beim Wiederholen klappte es umso besser, jedoch verlor sie einen Punkt. Pia Kächele zeigte einen perfekt gezogenem Sohlumschwung in den Handstand, musste jedoch beim Flugelement pausieren, sodass auch sie hier einen halben Punkt verlor. Sie bekam noch 7, 8 Punkte. Das Team wurde nervöser – denn vier Wertungen gehen in das Mannschaftsergebnis ein. Nun waren nur noch Carina Kraiser und Valerie Burdukov an der Reihe. Mit ihren neu gelernten Riesenfelgen mit jeweils einer ganzen Drehung am oberen Holm waren viele Punkte zu machen. Carina startete, und das Team an ihrer Seite schrie vor Erleichterung, als sie ihre Übung fehlerfrei zu Ende turnte. Mit 9,75 Punkten zeigte sie die drittbeste Übung an diesem Gerät.  Nun unterstützte das Team mit Zuspruch Valerie Burdukov. Das Glück war am heutigen Tag nicht auf Valis Seite. Wie schon am Boden konnte sie ihre Übung beim Einturnen zwar perfekt durchziehen, musste aber beim Wettkampf einen Sturz bei ihrer Riesenfelge mit Drehung hinnehmen. „Wir sind trotzdem stolz auf Vali, dass sie sie die Übung gewagt hat“, sagt Sabrina Maier. Insgesamt erreichte der SVH Platz 7 an diesem Gerät. „Es war uns wichtig, die schwierigen Teile unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Irgendwann muss man es wagen. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Mädels am Barren im Vergleich zum letzten Jahr an Schwierigkeiten dazugewonnen haben”, analysiert die Trainerin. Ihr Fazit: „Platz 4 in der 3. Bundesliga ist ein toller Erfolg für einen kleinen Verein. Ich muss es immer wieder erwähnen: Alle Mädels sind bei uns aus eigenen Reihen. Keine Wettkampfgemeinschaft, keine ausländische Turnerin als Verstärkung. Zwar lief nicht alles perfekt und es waren noch einige Stürze dabei, aber nun wissen wir, wo wir stehen und woran wir für den nächsten Wettkampf arbeiten müssen.“

Der nächste Wettkampf der 3. Bundesliga findet am 13. Juli in Waging statt.

  1. TSV Unterföhring
  2. VFL Kirchheim
  3. TSV Wetzgau
  4. SV Hülben
  5. KTV Hoheneck

6.TSG Balingen

7.Turnteam Schwaben

  1. Kempten

V.l.n.r.: Valierie Burdukov, Melanie Burdukov, Marga Hinderer, Pia Kächele, Finia Holder, MaraGaßner, Carina Kraiser