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Ein junges Team mit viel Potenzial

Die Turnerinnen im SV Hülben erreichen mit ihrer zweiten Mannschaft Platz 7 beim Saisonauftakt der Landesliga in Ailingen am Bodensee. Als jüngstes Team der Liga sichert sich die Mannschaft zwei Tabellenpunkte.

 

Am Samstag, den 27. April, hat für die zweite Mannschaft des SV Hülben der Saisonauftakt der Landesliga in Ailingen am Bodensee stattgefunden. An den Start gingen Lea Ebler, Luisa Munz, Patricia Stahlke, Fiona Dümmel, Emily Sprenger sowie Charlotte und Luise Hartmann. Verletzungsbedingt musste das Team auf die erfahrene Turnerin Sophie Weeger verzichten und auch Antonia Schwarz konnte studienbedingt nicht mitmachen. Daher lag der Altersdurchschnitt der Hülbener Mannschaft bei 12 Jahren, dem Mindestalter für eine Teilnahme bei den Aktiven. Das Hülbener Team war also mit Abstand die jüngste Mannschaft der Liga. Davon ließen sich die Mädels allerdings nicht einschüchtern und erturnten sich gemeinsam einen guten 7. Platz und sicherten sich 2 Tabellenpunkte. 

Zum ersten Mal mit Musik

Die Turnerinnen starteten an ihrem Paradegerät, dem Boden. Eine nach der anderen zeigten sie ihre Kür-Übungen mit verschiedenen Salti, Sprüngen und Schraubelementen. Für viele der Mädels war es das erste Mal, dass sie ihre rund 90 sekündigen Übungen mit Musik präsentierten. Von den Kampfrichtern wurden sie mit insgesamt 44,45 Punkten belohnt. Emily Sprenger zeigte ihre neue Kür mit Ausdruck, hohen Akrobatikteilen und sauberen Landungen und sicherte so 11,60 Punkte. Im Anschluss wechselten die Athletinnen des SVH an den Sprung. Ebenso wie der Boden ist auch der Sprung seit jeher ein sehr sicheres Gerät für die Mädels von der Albhochfläche, und so präsentierten sie den Kampfrichtern 4 solide Handstütz-Überschläge über den 1,25m hohen Sprungtisch. Für ihre besonders schönen Sprünge erturnten sich Patricia Stahlke und Luise Hartmann jeweils 10,35 Punkte. Charlotte Hartmann zeigte einen Tsukahara – eine Radwende auf den Sprungtisch mit anschließendem Rückwärstssalto in der zweiten Flugphase- und wurde für dieses schwere Element mit 11,25 Punkten belohnt.

Jubel nach gelungener Barrenübung

Am Barren ist es besonders schwer, hohe Wertungen zu erzielen, da viele verschiedene Kraftfähigkeiten und eine gute Technik gefordert sind, um die Anforderungen zu erfüllen. Für ihre starke Übung sicherte Fiona Dümmel hier 8,45 Punkte. Sie zeigte schöne Kippen, Umschwünge und einen Salto-Abgang in den sicheren Stand. Auch Luisa Munz glänzte mit ihrer Leistung und wurde dafür vom Kampfgericht mit 8,60 Punkten belohnt. Sowohl Charlotte Hartmann als auch Emily Sprenger zeigten erstmals ihre Übungen mit einem neu erlernten Schwerteil, einer Riesenfelge am oberen Holm. Beiden gelang es, die Übung durchzuturnen. Die ganze Mannschaft jubelte, als beide ihre Übungen erfolgreich beendeten. Dafür vergaben die Kampfrichter weitere 8,80 Punkte für Emily Sprengers und 9,20 Punkte für Charlotte Hartmanns Übung.

Als letztes Gerät wartete noch der 10 Zentimeter breite Schwebebalken auf die jungen Turnerinnen. Leider mussten mehrere Mädchen das „Zittergerät“ verlassen und verloren dadurch wichtige Punkte. Lea Ebler, die als vierte an den Start ging, ließ sich davon jedoch nicht beirren. Elegant und sicher bestritt sie ihre Übung und erturnte sich 8,70 Punkte.

Insgesamt sammelten die Mädels des SVH 157,55 Punkte und lagen damit nur 3,65 Punkte hinter dem Team der TSG Ailingen auf dem sechsten Platz.

Charlotte Hartmann und Emily Sprenger starteten an allen vier Geräten und konnten sich so einen Platz in der Rangliste der besten Vierkämpferinnen sichern. Mit 40,70 Punkten erreichte Charlotte hier den 8. Platz, dicht gefolgt von Emily, die sich mit 39,95 Punkten den 10. Rang sicherte.

SVH Turnen

Starker Auftritt in der Bundesliga

Mit einem beachtenswerten vierten Platz starten die Turnerinnen des SV Hülben in der 3. Bundesliga in die Saison. Carina Kraiser aus Hülben erreichte sogar Platz 1 in der Einzelwertung.

Geräteturnen. Am vergangenen Samstag startete für die aktiven Turnerinnen des SV Hülben die Saison in der 3. Bundesliga der deutschen Turnliga (DTL). Der erste Wettkampftag von insgesamt 4 Wettkämpfen fand in Buttenwiesen statt. Es kämpften acht Mannschaften. Nachdem das Team von der Albhochfläche sich letztes Jahr von Wettkampf zu Wettkampf gesteigert hatte, konnte sich die Truppe dieses Mal gleich zu Beginn – bei starker Konkurrenz – weiter vorne in der Tabelle einreihen. Mit einem hervorragenden Rang 4 reiste die Mannschaft am Ende nach Hause. „Das war ein toller Start. Die Mädels haben hart darauf trainiert, zusammengehalten bis zum Schluss und es sich absolut verdient. Wir sind in der Bundesliga angekommen”, freut sich Sabrina Maier und ergänzt: „Nicht nur die Mannschaftswertung macht mich stolz, sondern auch, dass der erste Platz in der Einzelwertung nach Hülben geht“. Denn Carina Kraiser erreichte an allen Geräten Höchstnoten, sodass sie am Ende das Trikot der Top Scorerin entgegennehmen durfte.

Starke Truppe
Für den SV Hülben turnten an diesem Tag die Burdukov-Schwestern Valerie und Melanie, Carina Kraiser, Mara Gaßner, Marga Hinderer und die 13-Jährigen Küken Pia Kächele und Finia Holder. Begleitet nach Buttenwiesen wurden sie von Trainerin Sabrina Maier und Daniela Braun. Auch Jugendabteilungsleiterin und aktive Turnerin Vivienne Fandrich stand den Mädels mit Rat und Tat zur Seite. Auf die Stufenbarrenspezialistin Sarah Baun musste das Team wegen einer Verletzung verzichten, Antonia Schwarz konnte studienbedingt nicht dabei sein. Als A-Kampfrichterinnen waren Jeanette Synovzik aus Munderkingen und Rebecca Pfeilsticker aus Ellhofen für den SVH im Einsatz.

Für Hülben begann der Wettkampf am Schwebebalken. Sichtlich nervös traten die Mädels an das „Zittergerät“. Lediglich Carina Kraiser konnte ihre Schwerteile fehlerfrei zeigen, sie erhielt 11,20 Punkte und wurde drittbeste am Balken. Zwar musste Youngster Pia Kächele nicht stürzen, jedoch schlich sich bei ihrem freien Spagataufgang einen Fehler ein, sodass sie hier einen halben Punkt verlor. Dennoch zog sie ihre schwere Verbindung aus einem Salto rückwärts mit anschließendem Flick-Flack gekonnt durch, sodass sie noch starke 10,2 Punkte bekam. Melanie Burdukov, Finia Holder und Valerie Burdukov mussten leider bei ihrem ansonsten so sicheren Salto rückwärts das Gerät verlassen und verloren dadurch einen Punkt. Da sie bei ihren anderen Elementen sicher über den 10 Zentimeter breiten Balken schwebten, bekamen sie noch Punkte im 9er- Bereich. Melanie erturnte sich sogar noch wichtige 9,7 Punkte. Das beste Team an diesem Gerät war der TSV Unterföhring mit 41,75 Punkten. Immerhin: Mit 40,4 Punkten erreichte das SVH-Team Rang 5.

Stimmung in der Halle
Weiter ging es auf die Bodenfläche. Hier konnte man einige Punkte wieder gut machen. Mit beeindruckenden Übungen zur Musik und mit schwierigen Akrobatik-Elementen brachten die Mädchen Stimmung in die Halle und überzeugten die Kampfrichter. Finia Holder (10,25 Punkte) und Melanie Burdukov (10,5 Punkte) konnten mit ihren 1 1/2 Schraubensalti und sauberen Sprüngen punkten. Bei Mara Gaßner musste die Trainerin die Schwierigkeit ihrer Übung etwas reduzieren, da Mara kurz vor Saisonbeginn einen längeren Auslandsaufenthalt hatte und dadurch noch nicht richtig in Form war. Dennoch konnte sie ihre Übung ordentlich durchziehen und dem Team mit ihren erreichten 9,8 Punkten helfen. Die Höchstschwierigkeit – einen doppelten Salto – konnten gleich zwei Turnerinnen des SVH, Valerie Burdukov und Carina Kraiser, aufs Parkett legen. Nachdem es beim Einturnen super funktioniert hatte, war man guter Dinge, dass diese Anforderung auch beim Wettkampf klappen würde. Leider überdrehte Valerie ihren Doppelsalto und wurde mit mehr als einem Punkt Abzug gestraft. Bei Carina Kraiser war der Jubel groß. Sie konnte zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen ihren Doppelsalto zeigen und erhielt dafür die Tageshöchstnote von 11,5 Punkten. Platz 4 hieß am Ende für die Hülbener an diesem Gerät.

Verletzung beim Einturnen
Während der kurzen Einturnzeit am Sprung verletzte sich Pia Kächele am Sprunggelenk. Es war nicht klar, ob sie ihren Sprung durchziehen kann oder nicht. Jedoch siegten Ehrgeiz und Teamgeist, sie trat trotz Verletzung an. Mit ihrem Team im Rücken konnte sie ihren Tsukhara-Sprung (Radwende auf den Sprungtisch mit anschließendem Rückwärtssalto) in gebückter Form zeigen, landete aber mit zu viel Vorsicht auf ihrem Fuß und kippte nach hinten. Man wusste, dass noch vier gute Sprünge wichtig wären, um im Rennen zu bleiben. Mit klarem Kopf traten die nachfolgenden Turnerinnen an. Valerie Burdukov, Carina Kraiser, Finia Holder und Marga Hinderer konnten ihren „Tsuki“ gebückt perfekt in hoher Ausführung in den Stand setzen. Valerie Burdukov und Carina Kraiser glänzten mit jeweils 12 Punkten, Marga Hinderer und Finia Holder mit hohen 11er Noten. Insgesamt holte der SVH an diesem Gerät das zweitbester Mannschaftsergebnis. „Das waren wichtige Punkte für die Siegerehrung”, resümiert Daniela Braun.

Entscheidung am Barren
Welchen Schwierigkeitsgrad das Team für die Übungen am letzten Gerät, dem Stufenbarren, wählen sollte, war im Vorfeld des Wettkampfs Anlass für viele Überlegungen. Denn leichtere Übungen bringen zwar weniger, aber dafür sichere Punkte, während schwerere Übungen viel Potenzial für hohe Wertungen bieten, jedoch auch für Fehler. Am Ende war das Team mutig und zeigte zahlreiche neue, schwierige und hart trainierte Elemente: Freie Felgen, Riesenfelgen, Rückschwünge in den Handstand und Flugelemente. Finia Holder eröffnete mit einer fehlerfreien Übung und konnte wichtige 8,3 Punkte zum Teamergebnis beisteuern. Melanie Burdukov musste bei ihrer freien Felge überkippen und dadurch einen Sturz in Kauf nehmen. Beim Wiederholen klappte es umso besser, jedoch verlor sie einen Punkt. Pia Kächele zeigte einen perfekt gezogenem Sohlumschwung in den Handstand, musste jedoch beim Flugelement pausieren, sodass auch sie hier einen halben Punkt verlor. Sie bekam noch 7, 8 Punkte. Das Team wurde nervöser – denn vier Wertungen gehen in das Mannschaftsergebnis ein. Nun waren nur noch Carina Kraiser und Valerie Burdukov an der Reihe. Mit ihren neu gelernten Riesenfelgen mit jeweils einer ganzen Drehung am oberen Holm waren viele Punkte zu machen. Carina startete, und das Team an ihrer Seite schrie vor Erleichterung, als sie ihre Übung fehlerfrei zu Ende turnte. Mit 9,75 Punkten zeigte sie die drittbeste Übung an diesem Gerät.  Nun unterstützte das Team mit Zuspruch Valerie Burdukov. Das Glück war am heutigen Tag nicht auf Valis Seite. Wie schon am Boden konnte sie ihre Übung beim Einturnen zwar perfekt durchziehen, musste aber beim Wettkampf einen Sturz bei ihrer Riesenfelge mit Drehung hinnehmen. „Wir sind trotzdem stolz auf Vali, dass sie sie die Übung gewagt hat“, sagt Sabrina Maier. Insgesamt erreichte der SVH Platz 7 an diesem Gerät. „Es war uns wichtig, die schwierigen Teile unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Irgendwann muss man es wagen. Wir sind sehr stolz darauf, dass die Mädels am Barren im Vergleich zum letzten Jahr an Schwierigkeiten dazugewonnen haben”, analysiert die Trainerin. Ihr Fazit: „Platz 4 in der 3. Bundesliga ist ein toller Erfolg für einen kleinen Verein. Ich muss es immer wieder erwähnen: Alle Mädels sind bei uns aus eigenen Reihen. Keine Wettkampfgemeinschaft, keine ausländische Turnerin als Verstärkung. Zwar lief nicht alles perfekt und es waren noch einige Stürze dabei, aber nun wissen wir, wo wir stehen und woran wir für den nächsten Wettkampf arbeiten müssen.“

Der nächste Wettkampf der 3. Bundesliga findet am 13. Juli in Waging statt.

  1. TSV Unterföhring
  2. VFL Kirchheim
  3. TSV Wetzgau
  4. SV Hülben
  5. KTV Hoheneck

6.TSG Balingen

7.Turnteam Schwaben

  1. Kempten

V.l.n.r.: Valierie Burdukov, Melanie Burdukov, Marga Hinderer, Pia Kächele, Finia Holder, MaraGaßner, Carina Kraiser